Pelletöfen
Pelletöfen
Eine Alternative zum Stückholz bilden die sogenannten Holzpellets. Diese Holzpellets werden aus Abfällen Der Holzindustrie hergestellt. Sägemehl, Hobelspäne und sonstige Holzabfälle werden unter hohem Druck in kleine Zylinder von 4 -10 mm Durchmesser gepresst. Dank der natürlichen Bindungseigenschaften des Lignin, ein im Holz enthaltener Stoff, ist keine Zugabe von Bindemitteln erforderlich und man erhält einen günstigen, natürlichen und sehr leistungsstarken Brennstoff. Der Heizwert von Holzpellets ist 20%-25% höher als der von Stückholz und liegt etwa bei 5 KW/h, was ca. dem Heizwert von einem halben Liter Heizöl entspricht.
Die Technik
Bei den Pelleteinzelöfen, auch Primäröfen genannt gibt es zwei unterschiedliche hocheffiziente Heizverfahren:
1.Das Luftverfahren
Ähnlich wie bei einem Kaminofen erfolgt die Wärmeabgabe durch Strahlungswärme und Konvektionswärme. Das Luftverfahren eignet sich zum beheizen einzelner Räume.
2. Das Kesselverfahren
Hier kommt ein integrierter Wasserwärmetauscher zum Einsatz. Die Wärmeabgabe erfolgt hier zum einen wieder durch Wärmestrahlung in den Aufstellraum, und zusätzlich können weiter entfernt liegende Räume über Heizkörper, Wand- oder Bodenheizung mit Wärme versorgt werden. In Verbindung mit einer Solaranlage eine vollwertige Heizungsanlage für den Niedrigenergiehaus Bereich. Auch bei älteren Häusern durch Einbindung in das vorhandene Heizungssystem eine tolle Möglichkeit mit relativ geringem Zeit- und Arbeitsaufwand große Mengen an fossilen Brennstoffen einzusparen und dadurch die Umwelt zu entlasten.
Einige positive Aspekte die für die Verwendung von Pellets sprechen:
Pellets sind wie auch Stückholz im Vergleich mit fossilen Energieträgern CO² neutral. Bei der Verbrennung wird also nur so viel CO² freigesetzt wie das Holz vorher beim wachsen aufgenommen hat. Werden hingegen fossile Energieträger verbrannt wird CO² freigesetzt das über Millionen von Jahren gespeichert wurde. So wird maßgeblich der CO² Gehalt in der Atmosphäre erhöht und wir sprechen in diesem Zusammenhang vom Treibhauseffekt. Vor 10 Jahren noch ein exotisch klingendes Wort, kennt es heute jedes Kind. Aber nur davon zu sprechen hilft nicht, wir müssen handeln, jeder Einzelne, bevor es zu spät ist!
Würde man bei einem Einfamilienhaus die Ölzentralheizung gegen eine Pelletheizung tauschen könnte der jährliche CO² Ausstoß um 5 Tonnen reduziert werden. Bei Gasheizungen wären es immerhin noch 2 Tonnen.
Durch die Nutzung von Holz bzw. Pellets als Brennstoff leistet man gleichzeitig auch einen Beitrag zum Schutz der Wälder. Bei der Verbrennung von Holz bzw. Pellets wird sehr viel weniger Schwefeldioxid abgegeben welches an der Entstehung des Sauren Regens beteiligt ist welcher wiederum für das massenhafte Waldsterben mitverantwortlich ist.
Ein weiterer guter Grund für die Verwendung von Pellets ist das geringe Transportrisiko. Seit wir angefangen haben das Erdöl kreuz und quer über unseren Planeten zu transportieren gibt es immer wieder Katastrophen. Das bei Tankerunglücken austretende Öl verseucht über Jahrzehnte hinweg kilometerlange Küstenabschnitte. Oder denken wir mal an die Gefahren die durch Lecks in Öl- oder Gaspipelines entstehen können.
Beim Transport sowie bei der Lagerung von Holzpellets verringert sich im Vergleich zu fossilen Brennstoffen außerdem die Gefahr von Bränden, Explosionen oder Grundwasserverunreinigungen.
Lose Pellets können problemlos in Tankwagen transportiert und direkt in den Vorratsraum gepumpt werden. Von dort aus können sie dann automatisch in den Pelletofen befördert werden. Der Komfort ist also mit dem einer herkömmlichen Ölheizung gleichzusetzen.
Auch bei Öfen bei denen der Vorratsbehälter von Hand befüllt werden lassen sich Pellets problemlos handhaben .Handelsübliche 15kg Beutel lassen sich praktisch überall lagern, Hauptsache trocken.









